Die Große Kreisstadt Kirchheim unter Teck liegt circa 25 km südöstlich von der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart entfernt. Zur Kernstadt Kirchheim gehören die eingemeindeten Stadtteile Jesingen, Lindorf, Nabern und Ötlingen. Damit ist Kirchheim unter Teck mit ca. 40.000 Einwohnern und einer Fläche von 40,47 km2 die viertgrößte Stadt im Landkreis Esslingen.
Zeugnisse früher Geschichte: In einer Urkunde Otto des Großen wird Kirchheim als "Ciriheim" erstmals im Jahre 960 schriftlich erwähnt. Geschichtliche Funde aus der Zeit der Römer gehen auf das Jahr 85 zurück; sie weisen auf erste Ansiedlungen hin.
Im 11. Jahrhundert erhält die Siedlung das Marktrecht. Zu dieser Zeit gehörte die Siedlung den Herzögen von Zähringen. Später ging sie an die Herzöge von Teck über. Von ihnen erhielt die Marktsiedlung zwischen den Jahren 1220 und 1230 das Stadtrecht.
Der Teckberg mit der gleichnamigen Burg ist das Wahrzeichen der Region. Der Teckberg krönt den nördlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, den Albtrauf. In 775 Metern ü. M. gewährt die Teckburg ihren Besuchern einen weiten Ausblick ins Ländle. In den Geschichtsbüchern wird die Teckburg als suum castrum silicet Thecche erstmals 1152 in einem Vertrag zwischen dem sagenumwobenen Kaiser Barbarossa und Herzog Konrad von Teck erwähnt.
Wirtschaft und Industrie: In der Region wurden Landwirtschaft und Schafzucht betrieben. Mit dem aufstrebenden Bürgertum entwickelte sich daraus im 18. Jahrhundert die Textilindustrie. Im Jahre 1819 wurde in Kirchheim unter Teck der Wollmarkt errichtet. Ab 1864 sorgte die Privateisenbahn Unterboihingen - Kirchheim für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung. Es war die erste Eisenbahnstrecke in Baden-Württemberg, und diese schloss Kirchheim an das bedeutendste Verkehrsnetz des 19. Jahrhunderts an.
Heute gehört Kirchheim unter Teck zur Metropolregion Stuttgart und ist damit eine der innovativsten und wachstumsstärksten Wirtschaftsregionen Europas. Kirchheimer führende Unternehmen wie RECARO, Leki Ski und Graupner Modellbau sind weit über die Ländergrenzen bekannt.
Geschichte und Moderne: Kirchheim unter Teck liegt an der Deutschen Fachwerkstraße vom Neckar zum Schwarzwald und Bodensee. Zentraler Blickpunkt des historischen Stadtkerns ist das Rathaus, erbaut von 1722 bis 1724. Der einzigartige Fachwerkbau ist für seine goldene Mondphasenuhr und die wunderschöne Kassettendecke weithin bekannt. Sehenswert sind auch das Wachthaus, das Renaissance-Schloss, das Max-Eyth-Haus und die Martinskirche. Der Ursprung dieser Kirche reicht bis ins 7. Jahrhundert zurück. Das Kornhaus wurde ca. 1550 erbaut und beherbergt heute die Galerie und das Museum. Gegenüber befindet sich das Spital aus dem 14. Jahrhundert; heute ist die Volkshochschule in diesem altehrwürdigen Gemäuer untergebracht. - Ein Zeichen mehr dafür, dass Kirchheim unter Teck nicht nur im Herzen jung geblieben ist.
| Datum | Einwohner |
| 30.06.2009 | 39.790 |
| 31.12.2008 | 39.824 |
| 31.12.2006 | 39.916 |
| 31.12.2005 | 39.970 |
| 31.12.2000 | 38.834 |
| 31.12.1995 | 38.205 |
| 31.12.1990 | 35.842 |
| 27.05.1987 | 33.920 |
| 31.12.1980 | 32.136 |
| 31.12.1975 | 31.666 |
| 27.05.1970 | 28.842 |
| 06.06.1961 | 25.007 |
| 13.09.1950 | 20.138 |
| 1946 | 18.700 |
| 17.05.1939 | 13.260 |
| 16.06.1933 | 10.664 |
| 16.06.1925 | 10.057 |
| 01.12.1910 | 9.668 |
| 01.12.1900 | 8.235 |
| 01.12.1890 | 7.029 |
| 01.12.1880 | 6.632 |
| 01.12.1871 | 5.863 |
| 1861 | 5.478 |
| 1843 | 5.372 |
| 1803 | 3.878 |
| 1763 | 2.911 |
| 1700 | 2.101 |
| 1600 | ca. 2.500 |